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45'000 Tote mangels Krankenversicherung

Freitag, 18. September 2009 / 13:28 Uhr
aktualisiert: 14:43 Uhr

Washington - In den USA sterben einer Studie zufolge jedes Jahr rund 45'000 Menschen vor allem deshalb, weil sie nicht krankenversichert sind. Unversicherte Erwachsene unter 64 Jahren hätten ein 40 Prozent höheres Sterberisiko als solche mit Krankenversicherung.

Mit rund einem Todesfall alle zwölf Minuten koste der Mangel an Versicherung mehr Menschenleben als Morde und Alkohol am Steuer zusammen, erklärte einer der Autoren der am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Studie der Harvard Medical School.

In den USA wird heftig über die Reform des Gesundheitswesens gestritten. Präsident Barack Obama will eine staatliche Krankenversicherung auf Bundesebene einführen, damit jeder US-Bürger eine Krankenversicherung hat.

Jüngsten Angaben des US-Statistikamts zufolge haben mindestens 47 Millionen Amerikaner keine Krankenkasse. Wegen der Wirtschaftskrise werden es täglich mehr.

Die Versicherungsbranche und die oppositionellen Republikaner bekämpfen die Reform, weil sie die Kosten fürchten und aus ideologischen Gründen. Aus Sicht der Konservativen ist eine staatliche Konkurrenz für die Privatversicherer der erste Schritt zu einer Verstaatlichung des Gesundheitswesens.

(ht/sda)


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