Aargau sucht zusätzliche Unterkünfte für Asylbewerber Montag, 22. Dezember 2008 / 17:41 Uhr
Aarau - Nach den Kantonen Bern, Graubünden und Tessin sucht auch der Aargau nach zusätzlichen Unterkünften für Asylbewerber. Der Regierungsrat forderte die Gemeinden auf, Zivilschutzanlagen als Asylunterkünfte zur Verfügung zu stellen.
 Der Kanton Aargau sucht nach zusätzlichen Unterkünften für Asylbewerber.
«Die Unterbringungssituation spitzt sich zu», heisst es in einem Brief des Departementes Gesundheit und Soziales (DGS) an die Gemeinden. Trotz grosser Anstrengungen des Kantons seien nicht mehr genügend Unterkünfte vorhanden. Das DRS-Regionaljournal Aargau/Solothurn machte das Schreiben publik.
Den Aufruf an die Gemeinden begründete das DGS mit der angestiegenen Zahl von Asylbewerbern, die der Bund dem Kanton zuweist. Der Aargau muss auf Grund der Einwohnerzahl 7,7 Prozent der Asylbewerber aufnehmen. Bis Ende November waren dies 879 Personen.
Die Gemeinden haben gemäss kantonalem Verteilschlüssel pro 40 Einwohner einen Platz zur Verfügung stellen. Gemeinden, die diese Quote nicht erfüllen, müssen ab 2009 eine finanzielle Ersatzabgabe bezahlen. Damit will der Kanton teure Unterbringungen in Pensionen und Hotels mitfinanzieren.
(smw/sda)
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