KRIEG/TERROR
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Absagen und Solidarität nach Terror in Paris

Samstag, 14. November 2015 / 13:12 Uhr
aktualisiert: 15:43 Uhr

Nach den Terroranschlägen in Paris wurden viele an diesem Wochenende geplanten Sportveranstaltungen in Frankreich abgesagt. Die Betroffenheit in der Sportwelt ist gross.

In der Region Paris wurden alle Sportveranstaltungen abgesagt.

Aus der ganzen Welt kamen nach den Anschlägen Beileidsbekundungen. In Buenos Aires wurde vor dem Fussball-WM-Qualifikationsspiel zwischen Argentinien und Brasilien eine Schweigeminute für die über 120 Todesopfer abgehalten. Auch in Nordamerika hatten verschiedene Sportveranstaltungen mit einer Gedenkminute begonnen, noch bevor die meisten Europäer am Samstagmorgen überhaupt vom Ausmass der Anschläge hörten. Viele Sportler äusserten ihr Mitgefühl mit den Opfern in den sozialen Medien unter dem Hashtag prayforparis oder parisjetaime.

Johann Djourou schrieb auf Twitter: "In Gedanken mit Paris. Es ist nicht nur Paris, das angegriffen wurde, es sind wir alle. Ich weiss, dass solche Dinge jeden Tag irgendwo auf der Welt geschehen. Aber da ist es so nahe von zuhause. Wir brauchen mehr Liebe auf dieser Welt." Auch Lionel Messi fordert "Liebe und Frieden". Andere fragten wie Gelson Fernandes: "Wieso? Wohin steuerte die Welt zu?" oder wie Fabian Cancellara "Was zum Teufel geht da ab?".

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitee, nannte die Anschläge eine "barbarische und feige Tat". "Dies ist nicht nur ein Angriff auf die Menschen in Frankreich und Paris, dies ist ein Angriff auf die Menschheit und alle humanitären und olympischen Werte", sagte der Deutsche. "In diesen dunklen Zeiten sollten wir uns an die einende Kraft des Sports erinnern, der Menschen und Gemeinschaften zusammenführen kann, um Frieden und Versöhnung zu bringen. Heute werden alle wohlwollenden Menschen sagen: Wir sind alle Franzosen."

Der Europäische Fussballverband UEFA versprach dem Gastgeberland der EM 2016 Unterstützung und Solidarität. Am 12. Dezember werden in Paris die Gruppen für das Turnier ausgelost. Am 10. Juni wird im Stade de France von Saint-Denis, in dessen Umgebung einer der Anschläge stattgefunden hat, das Turnier eröffnet. "Es wurden viele Vorsichtsmassnahmen getroffen, aber wir müssen sehen, dass Terroristen jederzeit zuschlagen können. Wir hatten Sorge wegen der EM, jetzt ist die Sorge noch grösser", sagte der Präsident des französischen Verbandes, Noël Le Graët, laut Medienberichten.

Länderspiel im Wembley findet statt

In der Region Paris wurden alle Sportveranstaltungen vom Wochenende abgesagt. Aber auch im restlichen Frankreich sind viele Events annulliert worden. In Bordeaux musste der am Freitag begonnene Eiskunstlauf-Grand-Prix abgebrochen werden. Das Fussball-Länderspiel zwischen England und Frankreich am Dienstag in London findet derweil statt. Am Samstag nahm die französische Nationalmannschaft in Clairefontaine, in der Nähe von Paris, nicht wie geplant Medientermine wahr. Die Tore zum Trainingszentrum des Verbandes blieben geschlossen.
(bert/Si)


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