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Anführer von Militärrebellion in Peru kündigt Aufgabe an

Montag, 3. Januar 2005 / 08:12 Uhr
aktualisiert: 08:51 Uhr

Lima - Der Anführer der Rebellion extrem nationalistischer Militärs im Südosten Perus, der Major im Ruhestand Antauro Humala, hat das Ende der Aktion für Montag angekündigt.

Er werde am Mittag Ortszeit (18 Uhr MEZ) seine Geiseln frei lassen und sich in der Stadt Andahuaylas mit seinen etwa 100 Gefolgsleuten den Behörden stellen, berichteten nationale Medien am Sonntag. Das habe Humala dem katholischen Priester José Domingo Palizza zugesagt, der in dem Konflikt vermittelt.

Auf die Forderung nach einem Rücktritt des von ihm als korrupt kritisierten Präsidenten Alejandro Toledo habe Humala verzichtet. Allerdings solle die Bevölkerung der Stadt bei der Übergabe der Waffen anwesend sein. Die Aufständischen waren am Sonntagabend vollständig von Polizei- und Militäreinheiten umstellt.

Der Priester sei auch in der Polizeistation gewesen, die Humala und seine Leute am Samstag besetzt und dabei fünf Polizisten und einen Zivilisten verletzt hatten. Den zehn Geiseln gehe es gut, sagte der Geistliche anschliessend.

Am Sonntag waren bei Schiessereien in der 400 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Lima gelegenen Stadt vier Polizisten getötet worden. Zuvor war von fünf toten Beamten die Rede gewesen.

(fest/sda)


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