KULTUR
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Bodensee-Kulturpreis geht an österreichischen Schriftsteller Josef Winkler

Samstag, 8. April 2000 / 20:37 Uhr

Konstanz - Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler ist am Samstag in Konstanz mit dem Internationalen Bodensee- Kulturpreis geehrt worden. Der Preis ist mit 15 000 Mark (12 000 Franken) dotiert.

Übergeben wurde der Preis in einer Feierstunde mit Kunstminister Klaus von Trotha vom Internationalen Bodensee-Club (IBC). Dem IBC gehören Kulturschaffende und Kunstfreunde aus den Anrainerstaaten des Sees an.
Der 47-jährige Kärntner Autor hat sich seit 1979 mit seinen Romanen, die sich im Spannungsfeld von Katholizismus, Sexualität und Tod bewegen, hohe literarische Anerkennung erworben. Seine ersten Werke wie «Menschenkind» oder «Der Ackermann aus Kärnten» waren geprägt von den Obsessionen und Ängsten seiner schmerzvollen bäuerlichen Kindheit.
Sein viel diskutierter Italien-Roman «Der Friedhof der bitteren Orangen» setzt sich mit den Formen eines repressiven Katholizismus auseinander.
Winkler war 1998 Stadtschreiber in Biel und 1999 in Bregenz. 1994 hatte er den Förderpreis des «Grossen Kunstpreises Berlin» erhalten.
Der 1950 gegründete IBC hat es sich in den letzten 50 Jahren zum Ziel gemacht, das kulturelle Leben am Bodensee zu aktivieren und die künstlerischen Szenen der Anrainer-Länder aneinander heranzuführen.
Seit 1990 vergibt der Club - jährlich alternierend - Preise in den Sparten Literatur, bildende Künste, Musik und Wissenschaft. Die Preisgelder werden vor allem von Sponsoren aus der Wirtschaft bereitgestellt.
(ba/sda)