BOULEVARD
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Böse Laternenverse amüsieren das Publikum in Basel

Dienstag, 2. März 2004 / 18:10 Uhr

Basel - Bei Temperaturen um Null Grad haben mehrere tausend Kinder als Aktive die Basler Fasnacht genossen. Gleichzeitig begutachteten die älteren Semster auf dem Münsterplatz die Darstellungen und Sprüche auf den Laternen der Cliquen.

Die bösen Sprüche wurden ausgestellt und konnten so in Ruhe begutachtet werden.

Die Ausstellung der Laternen ermöglichte es den Interessierten, die Kunstwerke in Ruhe zu geniessen. Bundesrat Pascal Couchepin wurde als König oder Rentenfresser dargestellt. D´AHV zahlt jede Dumme, doch am Schluss isch nit meh umme, hiess es bei den Rhygwäggi.

Die Clique Die Versoffene Decht reimte: Die Alte, die sinn am verlumbbe, s´länggt nit emol fyr e Schtumbbe. Dr Couchepin sait, es döönt zwar arg, wenn nümm kasch schaffe, ghörsch in Sarg, schrieben die Alti Stainlemer.

Sollen die Verse auf hebräisch übersetzt werden, fragte die Seibi und nahm die letztjährige Diskussion um antisemitische Verse auf der Laterne der Alti Stainlemer auf.

Die Cliquen müssten künftig wohl das Strafrecht kennen, bevor sie Verse dichten, reklamierten die Seibi. Eb´s Sujet guet isch oder nit, dailt dir e Arzt us Haifa mit, hiess es weiter.

Die Kinder zogen als verkleidete Globis, Tiger, Prinzessinnen und Sheriffs durch die verstopften Strassen. Musikalisch sorgten kleine Pfeifer- und Trommlergruppen für Unterhaltung. Unterwegs waren auch einige Guggemusiken.

Die Polizei vermeldete ruhige Fasnachtstage. Einige Kinder gingen vorübergehend verloren und bis zum Vormittag wurden drei gestohlene Trommeln, ein Piccolo und zwei Larven gemeldet. Fünf Personen mussten ihren Rausch in der Ausnüchterungszelle ausschlafen, teilte die Polizei mit.

(rr/sda)