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Brown bereitet offenbar Rückzug vor

Sonntag, 20. Mai 2007 / 12:08 Uhr

London - Die Berater von US-Präsident George W. Bush rechnen einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Amtsantritt des wahrscheinlichen neuen britischen Regierungschefs Gordon Brown mit einer Kehrtwende in der Irak-Politik. Erwartet wird ein Rückzug britischer Truppen.

Gordon Brown will die britischen Soldaten aus dem Irak zurück holen.

Sein Beraterstab habe Bush informiert, dass Brown innerhalb seiner ersten hundert Tage im Amt den Rückzug britischer Truppen aus dem Irak ankündigen werde, berichtete die britische Sonntagszeitung «Sunday Telegraph» unter Berufung auf US-Regierungskreise. Seine Mitarbeiter hätten mit Bush über die US-Strategie nach dem britischen Rückzug aus dem Irak beraten.

Bislang war Grossbritannien unter dem scheidenden Premierminister Tony Blair der engste Verbündete der USA im Irak-Krieg.

«Wir wissen nicht, ob er da sein wird, wenn wir ihn brauchen», sagte ein US-Regierungsvertreter, der ungenannt bleiben wollte, über Brown: «Wir rechnen mit einer Geste, die die Stellung der US-Regierung deutlich schwächen wird.»

Sorge in Washington

Der US-Abgeordnete Mark Kirk, ein Parteifreund des Republikaners Bush, sagte über Brown: «Die amerikanische Auffassung ist, dass er ein viel schwächerer politischer Führer ist als Blair - in Washington herrscht Sorge, dass er kein derart starker Verbündeter sein wird.»

Aus Browns Umfeld verlautete hingegen: «Diese Ängste sind unbegründet - Brown ist ein entschiedener Transatlantiker, der die Beziehungen zu den USA verstärken und vertiefen will.»

(fest/sda)


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