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Brummis am Gotthard: Einbahnsystem bewährt sich

Montag, 7. Januar 2002 / 08:01 Uhr
aktualisiert: 14:37 Uhr

Bern - Der Lastwagenverkehr durch den Gotthardtunnel ist am Montagmorgen ohne Probleme angerollt. Auch am ersten Tag mit grösserem Schwerverkehrsaufkommen nach den Feiertagen scheinen sich die Massnahmen zur Verkehrsführung zu bewähren.

Gotthard Die Lastwagen rollen wieder - Einbahnregime bewährt sich Seit Montagmorgen um 5.00 Uhr herrscht wieder Alltagsverkehr am Gotthard. Bis um 7.40 Uhr sind insgesamt 264 Lastwagen durch den Tunnel gerollt, wie Richard Arnold, Chef der Urner Verkehrspolizei auf Anfrage sagte. Damit halte sich das Verkehrsaufkommen im erwarteten Rahmen.

Im Tagesverlauf sei jedoch mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen, erklärte Arnold. Man sei aber gut auf diese Situation vorbereitet und stehe mit mehr Personal als üblich im Einsatz. Eine weitere Zunahme des Schwerverkehrs werde zudem ab Mitte Januar erwatet.

Einbahnregime

Seit der Wiedereröffnung des Gotthardtunnels am 22. Dezember wird der Schwerverkehr im Zweistundentakt in einer Richtung durch die Röhre geleitet. Für die Lastwagen gilt zudem ein Mindestabstand von 150 Metern.

Dosierstellen in Amsteg UR und Quinto TI, an denen die Laster bis zur Durchfahrt warten müssen, bieten jeweils Platz für 150 LKW. Zusätzlich stehen Warteräume in Nidwalden und Luzern bereit.

Vor dem Unfall fuhren rund 5000 LKW durch den Tunnel. Mit der neuen Verkehrsführung werden es rund 3500 sein. Kritisch hatte sich zum Einbahnregime der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG geäussert, der vor chaotischen Zuständen am Gotthard warnte.
(bb/sda)