KRIEG/TERROR
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Buddhist bei Bombenexplosion getötet

Samstag, 13. November 2004 / 10:06 Uhr

Im Süden Thailands ist erneut ein Buddhist Opfer eines Gewaltaktes geworden. Bei einer Bombenexplosion auf einem Markt in der Provinz Yala kam eine Person ums Leben; sieben weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Im Süden Thailands sind nach einer Serie von Bombenanschlägen neue Unruhen ausgebrochen.

Bangkok - Erst am Vorabend hatte es in der benachbarten Provinz Narathiwat eine offenbar koordinierte Serie von drei Explosionen gegeben; Wie die Polizei mitteilte wurden mindestens 16 Menschen bei einer der Detonationen in einem buddhistischen Restaurant verletzt.

Der überwiegend von Moslems bewohnte Süden Thailands ist in dem buddhistisch geprägten Staat seit Jahrzehnten ein Unruheherd. Im Januar flammten die Aufstände wieder auf; seitdem wurden mehr als 540 Menschen getötet.

Für weitere Eskalation sorgte der Tod von 87 moslemischen Demonstranten Ende Oktober: Neun starben bei einer gewaltsam niedergeschlagenen Demonstration; 78 weitere erstickten oder wurden erdrückt, als sie in Militärlastwagen eingepfercht zum Verhör gefahren wurden.

40 weitere Moslems werden nach Angaben ihrer Angehörigen seitdem vermisst. Seit dem Zwischenfall hatte es zahlreiche tödliche Racheakte gegen Buddhisten in der Region gegeben.

(mo/sda)