KRIEG/TERROR
Anzeige
Bus rast in Nepal auf Landmine

Montag, 6. Juni 2005 / 21:28 Uhr

Kathmandu - In Nepal sind mindestens 38 Insassen eines Busses bei der Explosion einer Landmine getötet worden.

Nepalesischer König Gyanendra.

72 Menschen wurden nach offiziellen Angaben zum Teil schwer verletzt. Die Behörden verdächtigten maoistische Rebellen.

Eine ferngezündete Mine zerstörte das voll besetzte Fahrzeug. 16 Schwerverletzte wurden zur Behandlung in die Hauptstadt Kathmandu geflogen. Nach Polizeiangaben wurde der mit mehr als 100 Personen besetzte Bus durch die Wucht der Explosion in Stücke gerissen.

Verurteilungen des Angriffs

In ersten Berichten war von 53 Toten und 41 Verletzten die Rede gewesen. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Chitwan rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Kathmandu.

Die grösste kommunistische Gruppierung des Landes, die Vereinigten Marxisten-Leninisten, verurteilte ebenso wie Menschenrechtsorganisationen den Angriff.

Ausnahmezustand

Die Detonation war der folgenschwerste Anschlag, seit König Gyanendra am 1. Februar die Regierung entliess und den Ausnahmezustand verhängte.

Die nepalesischen Rebellen reagierten darauf mit verstärkten Angriffen und Strassenblockaden. Sie kämpfen seit 1996 gegen die Monarchie. Dabei wurden bislang etwa 11 000 Menschen getötet.

(bsk/sda)


Artikel-Empfehlungen:

Rund 3000 Menschen demonstrieren in Nepal23.Mai 10:29 Uhr
Hunderte Maoisten getötet8.Apr 18:51 Uhr
Aufforderung zur Einhaltung der Menschenrechte14.Mrz 17:18 Uhr
26.Feb 09:32 Uhr