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Bush und Putin wollen Atomabrüstung aufbessern

Sonntag, 16. Juli 2006 / 12:05 Uhr

St. Petersburg - Am Rand des G-8-Gipfels wurde bekannt, dass Russland und die USA den 2009 auslaufenden START-1-Vertrag über die Begrenzung strategischer Atomwaffen modernisieren wollen.

Die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) einen «Aktionsplan» für globale Energiesicherheit verabschiedet.

Im Schatten der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten hat der G-8-Gipfel in St. Petersburg mit seiner eigentlichen Arbeit begonnen.

Die Präsidenten George W. Bush und Wladimir Putin hätten eine Bestandsaufnahme des Vertrags in Auftrag gegeben, sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in St. Petersburg. Experten sollten klären, «welche Festlegungen des Vertrages veraltet sind, welche in Kraft bleiben und welche genauer gefasst werden müssen».

Putin hatte in seiner Jahresrede vor dem Parlament im Mai vor einem neuen Rüstungswettlauf gewarnt und sich für neue Abkommen ausgesprochen. Der letzte russisch-amerikanische Vertrag zur Begrenzung der nuklearen Rüstung SORT wurde 2002 in Moskau unterzeichnet.

Anders als die detaillierten Verträge START-1 und START-2 mit genauen Kontrollmechanismen legt der Moskauer Vertrag nur fest, dass bis 2012 die Zahl der Atomsprengköpfe beider Seiten auf 1700 bis 2200 reduziert werden müssen.

«Aktionsplan» für globale Energiesicherheit

Zudem haben die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) einen «Aktionsplan» für globale Energiesicherheit verabschiedet und sich im Streit um die künftige Nutzung der Kernkraft auf einen Kompromiss verständigt.

In der Abschlusserklärung, die auf dem G8-Gipfel in St. Petersburg verabschiedet wurde, wird zwar die Bedeutung der Kernenergie hervorgehoben.

Mit Blick auf die Sonderrolle Deutschlands heisst es aber: «Wir erkennen an, dass die Mitgliedstaaten der G8 verschiedene Wege verfolgen, um eine sichere Energieversorgung und die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen.» Deutschland beharrt auf dem von der rot-grünen Koalition beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie.

Die G-8 beschloss darüber hinaus eine Erklärung zum Kampf gegen Seuchen. Dabei setzen sie auf den Ausbau des globalen Überwachungsnetzes. Dieses soll auch die Zusammenarbeit im Kampf gegen eine drohende Vogelgrippe-Pandemie umfassen.

(smw/sda)


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