CH-Sicherheitsdispositiv grundsätzlich gut Sonntag, 10. Juli 2005 / 13:33 Uhr
Bern - Das Sicherheitsdispositiv des Bundes hat sich nach den Anschlägen in London laut Bundespräsident Samuel Schmid grundsätzlich bewährt.
 Samuel Schmid forderte einen umfassenden Sicherheitsbericht.
Es seien aber "organisatorische Lücken" zu Tage getreten, die geschlossen werden müssten.
Das sagte der Verteidigungsminister in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le matin dimanche". Nähere Angaben machte er nicht.
Armeesprecher Felix Endrich bestätigte auf Anfrage lediglich, Schmid habe zu den Thema einen Bericht angefordert. Dessen Erkenntnisse würden aber naturgemäss nicht veröffentlicht werden.
"Jedes System kann verbessert werden"
Schmid wurde im Interview gefragt, ob das Sicherheitsdispositiv trotz Machtkämpfen unter den Nachrichtendiensten den Anforderungen genüge.
Der Verteidigungsminister antwortete, jedes Sicherheitssystem könne verbessert werden. Die Zusammenarbeit der Dienste könne noch verbessert werden. Reibereien seien immer schädlich.
Insgesamt habe sich das System nach den Anschlägen in London aber bewährt, unterstrich Schmid. Er warnte zugleich davor zu glauben, die Schweiz sei wegen ihrer Neutralität vor Terroristen sicher. Wer dies glaube, wähne sich in einer trügerischen Sicherheit.
Ziele für Terroristen könnten etwa "das internationale Genf, die Botschaften und die multilateralen Unternehmen" sein, fügte Schmid an. Auch wegen ihrer geostrategischen Lage an der Nord-Süd-Achse könnte die Schweiz ins Visier von Terroristen geraten.
(rr/sda)
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