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China will mit Agrar-Reform Rechte der Bauern stärken

Sonntag, 19. Oktober 2008 / 15:35 Uhr
aktualisiert: 15:52 Uhr

Peking - Die kommunistische Partei in China will den Bauern mit einer Landreform unter die Arme greifen. Sie sollen künftig ihre Landnutzungsrechte an andere Personen übertragen dürfen, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Unzählige Kleinbauern würden vom rasanten Wachstum nichts abbekommen.

China müsse «die Gründung landwirtschaftlicher Betriebe stärken, das Einkommen der Bauern erhöhen sowie die Rechte und Interessen der Bauern sichern», heisst es in einem Dokument. Die «Begeisterung, Motivation und Kreativität der Bauern» müsse sich «richtig entfalten» können.

In China leben unzählige arme Kleinbauern, die vom rasanten Wachstum in den Städten nichts abbekommen. Mit der Agrar-Reform will die chinesische Regierung diese Kluft verringern.

Ziel der Reform ist es dem Dokument zufolge, das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen auf dem Land bis 2020 auf 4140 Yuan (690 Franken) zu verdoppeln. Zudem sollen grosse industrielle Agrarbetriebe gegründet werden, welche Versorgung der 1,3 Milliarden Einwohner mit Getreide sicherstellen sollen.

Das Reformpaket war bereits am 12. Oktober bei einem von Präsident Hu Jintao geleiteten Treffen von 500 Funktionären der Kommunistischen Partei verabschiedet worden. Die staatlichen Medien hatten seitdem über die Grundzüge der Reform berichtet, Details wurden aber erst jetzt bekannt.

(tri/sda)