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Deiss-Nachfolge: Nur SP stellt Bedingungen

Montag, 1. Mai 2006 / 16:22 Uhr
aktualisiert: 3. Mai 2006 / 10:58 Uhr

Bern - Als einzige Bundesratspartei stellt die SP Bedingungen für die Nachfolge von Bundesrat Joseph Deiss.

Doris Leuthard sieht kein Hindernis in ihrer fehlenden Regierungs-Erfahrung.

Sie verlangt von der CVP ein Zweierticket, am besten mit zwei Frauen. Die SVP und die FDP dagegen lassen der CVP freie Hand.

Für die SVP ist es nicht zwingend, dass eine Frau kandidiert oder eine Person aus der Romandie, wie Generalsekretär Gregor Rutz auf Anfrage sagte.

Laut FDP-Präsident Fulvio Pelli könnte die Romandie mit drei Vertretern in der Landesregierung gar übervertreten sein. Die Frauen dagegen müssten zumindest mittelfristig besser vertreten sein, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Jede Partei sei aber frei bei der Auswahl ihrer Kandidaten.

SP fordert zwei Kandidaten

Für die SP wäre ein Zweierticket mit zwei Frauen ideal. Möglich wäre auch eine Doppelkandidatur mit einem Mann und einer Frau, wie Parteipräsident Hans-Jürg Fehr in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärt hatte. Die Favoritin Doris Leuthard hält er zwar für bürgerlicher als den abtretenden Deiss. Das bedeute aber nicht, dass die CVP-Präsidentin für die SP nicht wählbar sei, sagte Fehr.

Zusammen mit dem ebenfalls als Favoriten gehandelten CVP-Fraktionschef Urs Schwaller wird Leuthard aber ganz sicher nicht kandidieren. In einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen vom Sonntag hatte Schwaller ein Doppelticket mit Leuthard ausgeschlossen.

Genügende Erfahrung von Leuthard

Diese hüllt sich über ihre Ambitionen noch immer in Schweigen. Kein Hindernis sieht sie in ihrer fehlenden Regierungs-Erfahrung. In einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «24 heures» verwies sie auf ihren Beruf als Anwältin, die Parteileitung und andere Mandate. Es gäbe Bundesratsmitglieder mit weniger Erfahrung, sagte sie.

Die Kantonalparteien können ihre Kandidaturen bis zum 15. Mai melden. Am 6. Juni wird die Fraktion der Bundesversammlung die Nomination vornehmen. Die Bundesratswahl findet am 14. Juni statt.

(bert/sda)


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