UNGLÜCKSFÄLLE
Anzeige
Der Tropensturm «Fay» zeigt sich in Florida gnädig

Dienstag, 19. August 2008 / 08:01 Uhr
aktualisiert: 19:34 Uhr

Miami - Mit starkem Regen ist der Tropensturm «Fay» über den Süden Floridas hinweggefegt. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 95 Kilometern in der Stunde entwickelte er sich aber nicht wie befürchtet zu einem Hurrikan.

«Fay» war in Florida schon nicht mehr so stark.

Allerdings knickte der Sturm Bäume um, und Tausende Menschen waren zeitweise ohne Strom. Schulen blieben geschlossen. Das nationale Hurrikanzentrum in Miami ging davon aus, dass sich der Sturm abschwächen und in nordöstlicher Richtung auf den Atlantik weiterziehen werde, ehe er dann den Nordosten Floridas bedrohen könnte.

Bereits am Montag hatte «Fay» den Westzipfel der Inselkette Florida Keys überquert und war dann im Golf von Mexiko die Küste entlang gezogen, um schliesslich auf das Festland zu treffen.

Bis zu zehn Millionen Betroffene

Für ganz Florida galt wegen des Sturms der Notstand. Der Gouverneur von Florida, Charlie Crist, sagte an einer Pressekonferenz, «Fay» könne mehrere Tage und in weiten Teilen des Bundesstaates wüten.

8500 Mitglieder der Nationalgarde stünden für eventuelle Hilfseinsätze bereit. Nach Schätzungen des US-Statistikamts könnten bis zu zehn Millionen US-Einwohner von dem Wirbelsturm betroffen sein.

Bevor «Fay» die USA erreichte hatte der Sturm auf seinem Zug durch die Karibik mehr als 50 Menschen das Leben gekostet. Die meisten von ihnen starben in Haiti, als ein voll besetzter Bus beim Überqueren einer Brücke von den Wassermassen eines Flusses mitgerissen wurde.

«Fay» ist der sechste atlantische Tropensturm dieser Saison, die von Juni bis Ende November dauert.

(tri/sda)


Artikel-Empfehlungen:

«Fay» hält Florida in Atem - Bis zu 8000 Häuser überflutet21.Aug 20:06 Uhr
«Fay» hält Florida in Atem - Bis zu 8000 Häuser überflutet
Tropensturm kostet über 50 Menschen das Leben18.Aug 07:36 Uhr
Tropensturm kostet über 50 Menschen das Leben