«Die Sicherheitskräfte schiessen weiter wahllos» Samstag, 17. September 2011 / 08:28 Uhr
Kairo/Beirut - In Syrien lässt Präsident Baschar al-Assad seine Sicherheitskräfte nach Angaben der Opposition weiter mit aller Härte gegen Regimegegner vorgehen. Am Freitag seien dabei mindestens 47 Menschen bei landesweiten Demonstrationen getötet worden.
 Razzien des syrischen Militärs gehen weiter.
Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist kaum möglich, da die syrische Regierung keine ausländischen Journalisten ins Land lässt.
Allein in der Provinz Idlib in der Nähe der türkischen Grenze kamen den Angaben zufolge 21 Regimegegner ums Leben. «Die Sicherheitskräfte schiessen weiter wahllos», sagte ein Anwalt aus Idlib dem arabischen Sender Al-Arabija. Für die Anwohner sei es deshalb kaum möglich, sich herauszuwagen und den Verletzten zu helfen.
Nach Angaben eines in London ansässigen syrischen Menschenrechtszentrums wurden in der Stadt Hama sechs Einwohner bei einer Razzia des Militärs gegen Deserteure erschossen. Weitere Todesopfer habe es in der Hauptstadt Damaskus, in der Oppositionshochburg Homs sowie in der östlichen Provinz Dair as-Saur gegeben.
Nach UNO-Schätzungen sind in Syrien seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime rund 2600 Menschen getötet worden.
(bg/sda)
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