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Drohung gegen Linke führt zu Voruntersuchung

Freitag, 9. Juli 2010 / 13:33 Uhr

Luzern - Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden haben gegen die rechtsextreme PNOS eine Voruntersuchung eingeleitet. Die PNOS hatte in einem Schreiben angekündigt, «Linksaktivisten» würden in den nächsten Monaten im Kanton Luzern «nichts zu lachen haben».

Rechtsextreme beim Winkelried-Denkmal: Die PNOS wollte Sprengfallen installieren.

Hintergrund ist die diesjährige Schlachtjahrzeit in Sempach, die an die Schlacht von 1386 gegen die Habsburger erinnert. Dabei besprayten Unbekannte das Winkelried-Denkmal mit dem Schriftzug «No Nazis». Die Schlachtfeier ist ein beliebter Treffpunkt der Rechtsextremen.

Die Sektion Willisau der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) kündigte an, sie überlege sich, künftig die Gegenstände mit Sprengfallen zu sichern. Weiter drohte sie den «Linksaktivisten» an, sie müssten «Sippenhaftung» übernehmen.

Die Luzerner Polizei bestätigte Medienberichte, wonach gegen die PNOS eine Voruntersuchung eingeleitet wurde. Dabei geht es gemäss den Medienberichten etwa um Schreckung der Bevölkerung. Die Personen, die das Denkmal besprayten, sind laut Polizei noch nicht ermittelt.

 

(fkl/sda)


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