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ETA-Verdächtige festgenommen - Mögliche Anschlagsziele bekannt

Donnerstag, 7. Juni 2007 / 21:03 Uhr
aktualisiert: 21:42 Uhr

Toulouse/Madrid/Heiligendamm - In Frankreich sind nahe der spanischen Grenze drei mutmassliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden sie in der Kleinstadt Bagnères-de-Bigorre gestellt.

Die ETA hatte eigentlich am Dienstag ein Ende ihrer Waffenruhe mit Wirkung ab Mittwoch verkündet.

Das spanische Innenministeriums teilte mit, es handle sich um eine 28-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 40 und 37 Jahren. In ihrer gemeinsamen Wohnung seien falsche Papiere, ein Revolver sowie Material zum Stehlen von Autos und zum Anbringen falscher Nummernschilder gefunden worden.

Die Frau soll laut Innenministerium seit fünf Jahren als ETA-Anwerberin tätig gewesen sein. Sie war 2003 untergetaucht und wäre bereits 2004 in Lourdes beinahe festgenommen worden. Damals hatte sie sich einen Schusswechsel mit Gendarmen geliefert.

Nach der Aufkündigung der Waffenruhe durch die ETA wurden Befürchtungen laut, die Organisation könnte bald neue Anschläge verüben. Anti-Terror-Fachleute sehen nach Informationen der Tageszeitung «El Mundo» den America's Cup vor Valencia und die Weltausstellung in Saragossa als mögliche Ziele.

Der America's Cup, der wichtigste Wettbewerb im internationalen Segelsport, findet ab 23. Juni vor Valencia im Osten des Landes statt; die Expo im nordspanischen Saragossa läuft von Juni bis September 2008. Zur Weltausstellung werden sieben Millionen Besucher erwartet.

Die ETA hatte am Dienstag ein Ende ihrer Waffenruhe mit Wirkung ab Mittwoch verkündet. Die Untergrundorganisation wird für den Tod von 819 Menschen verantwortlich gemacht, die im jahrzehntelangen Kampf für die Unabhängigkeit der Basken starben.

(fest/sda)


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