Einbürgerung mit einer Stimme mehr genehmigt Donnerstag, 28. April 2005 / 13:50 Uhr
Schwyz - Mit nur einer Stimme Unterschied hat die Gemeindeversammlung von Schwyz am Mittwochabend ein türkisches Ehepaar eingebürgert. Der Gemeinderat hatte das Gesuch wegen mangelnden Sprachkenntnissen abgelehnt.
 Nach der Ablehnung des Gemeinderats stellte der eingebürgerte Sohn des Ehepaars einen Gegenantrag.
Laut einer Mitteilung der Gemeindekanzlei war es das erste Mal seit Einführung der Einbürgerungsentscheide in offener Abstimmung, dass der Gemeinderat ein Gesuch zur Ablehnung empfohlen hatte. Einer der bereits eingebürgerten Söhne des Gesuchstellers stellte an der Versammlung einen Gegenantrag.
Nach einer langen Debatte musste die Abstimmung zweimal wiederholt werden, ehe im dritten Durchgang das Ergebnis feststand. Mit 71 zu 70 Stimmen genehmigte die Versammlung das Gesuch trotz der Ablehnungsempfehlung des Gemeinderates.
Die Exekutive hatte die Deutschkenntnisse und die Integration des türkischen Staatsangenhörigen als ungenügend bezeichnet. Die übrigen fünf Einbürgerungsgesuche wurden vom Gemeinderat befürwortet und von der Versammlung denn auch einstimmig und ohne Wortmeldungen genehmigt.
(fest/sda)
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