Erster Greenpeace-Aktivist erhält Ausreisevisum Donnerstag, 26. Dezember 2013 / 11:30 Uhr
Moskau - Nach mehr als drei Monaten können die in Russland festsitzenden Greenpeace-Aktivisten auf ihre baldige Heimreise hoffen. Ein britischer Aktivist erhielt am Donnerstag als erster die langersehnten Ausreisedokumente.
 Die Aktivisten können auf ihre baldige Heimreise hoffen. (Archivbild)
Der Brite Anthony Perrett habe vom zuständigen russischen Amt das Ausreisevisum in seinen Pass gekriegt, wie Greenpeace International auf ihrer Website bekanntgab.
Der Schweizer Marco Weber warte noch auf seine Ausreisedokumente, sagte Marco Fähndrich von Greenpeace Schweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Auf Wunsch Webers werde Greenpeace keine genauen Angaben zur Rückkehr des Schweizers machen, sagte Fähndrich mit Blick auf die bald erwartete Heimreise Webers.
Die russische Justiz hatte nach einer Amnestie die Verfahren wegen Rowdytums gegen die insgesamt 30 Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation eingestellt.
Neujahr Zuhause
«Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie Neujahr daheim bei ihren Familien verbringen können», sagte Iwan Wolkow von Greenpeace-Russland gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.
30 Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffs «Arctic Sunrise» hatten am 19. September in der Arktis an einer russischen Ölplattform des Staatskonzerns Gazprom gegen Umweltzerstörung in der Arktis protestiert.
Nach ihren Festnahmen hatten sie wochenlang in Haft gesessen, bis sie im November auf Kaution freikamen. Seit der am 18. Dezember erlassenen Amnestie warten sie auf ihre Ausreisedokumente.
(tafi/sda)
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