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Früherer Lugano-Funktionär umgekommen

Freitag, 8. November 2002 / 22:30 Uhr

(Si) Nahe des Tessiner Dörfchens Puncia ist der frühere FC-Lugano-Funktionär Philipp Steinegger mit seinem BMW in den Luganersee gestürzt und ertrunken. Vermutlich handelt es sich um Selbstmord.

Der Unfall ereignete sich unweit der Stelle, wo im vergangenen März der leblose Körper von Helios Jermini gefunden worden war. Der ehemalige Lugano-Präsident, der gemäss aktuellen Berichten in Tessiner Zeitungen über 100 Millionen Franken veruntreut haben soll, nahm sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Leben.

Philipp Steinegger war von 1995 bis 1997 unter dem damaligen Präsidenten Tullio Calloni vollamtlich für die Bianconeri engagiert gewesen; zu Beginn als Sportdirektor, nachher in der Buchhaltung.

Seit zwei Tagen galt Steinegger als vermisst, ehe die Polizei den Unglückswagen mit der Leiche des 36-jährigen Treuhänders am Freitagnachmittag barg und eine Untersuchung einleitete. In der heutigen Ausgabe des "Giornale del Popolo" wird gemutmasst, Steineggers Tod stehe im Zusammenhang mit grossen finanziellen Schwierigkeiten.(nk/sda)