FC WIL 1900
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Fussball: Wil will mit St. Gallen fusionieren

Montag, 2. Dezember 2002 / 22:08 Uhr
aktualisiert: 3. Dezember 2002 / 17:46 Uhr

(Si) An der Generalversammlung des FC St. Gallen liess Präsident Thomas Müller eine "Bombe" platzen: Ligakonkurrent Wil kontaktierte den FCSG mit der Anfrage nach einer möglichen Zusammenarbeit oder sogar einem Zusammenschluss der beiden NLA-Vereine.

Links der FC Wil, rechts der St.Gallen - jubeln die Vereine bald zusammen?

Noch sind die Fusionsabsichten und Zusammenschlusspläne nicht ausgereift. Ein Zusammenschluss des FC St. Gallen und dem FC Wil zu d e m Fussballklub in der Ostschweiz hätte aber Konsequenzen auf den Meisterschaftsbetrieb. Der FC Wil hat als Teilnehmer an der Finalrunde den Platz in der neuen Zehnerliga (ab nächster Saison) auf sicher; der FC St. Gallen dagegen muss im Frühling die Auf-/ Abstiegsrunde bestreiten.

Ausserdem genehmigte die GV die Aufstockung der Geschäftsführung von sechs auf neun Mitglieder. Neu in der Chefetage sind Tino Osta (Sportchef), Reinhard Frei (Kommunikation/Sponsorenbetreuung), Reto Bleichenbacher (Organisation) und Andreas Zeller (Clubbeziehungen), der FDP-Präsident des Kantons St. Gallen.

200 000 Franken vom Kanton

Finanziell steht es um den FC St. Gallen nicht schlecht. Die Jahresrechnung schloss zum dritten Mal in Folge mit einem Gewinn (13 337 Franken) ab. Die Vereinsschuld betrug per Ende Juni 436 989 Franken. Für die laufende Saison sieht das Budget einen Verlust von zwei Millionen Franken vor. Das Budget wurde dennoch von den 296 Stimmberechtigten genehmigt. Mit einer Sammelaktion will der FCSG das Zwei-Millionen-Franken-Loch stopfen: 1,2 Millionen davon sind schon gesprochen. Nebst anderen zeichnete am Montag der Kanton St. Gallen aus Mitteln des Sport-Toto-Fonds 100 Sitzplatz-Optionen im Gesamtwert von 200 400 Franken für die Haupttribüne im neuen Stadion -- als einmalige Unterstützung. (fest/sda)