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Gaza-Palästinenser dürfen in Israel arbeiten

Mittwoch, 9. Februar 2005 / 08:23 Uhr
aktualisiert: 08:42 Uhr

Jerusalem - Rund eintausend Palästinenser aus dem Gazastreifen sollen nach einem Radiobericht künftig in Israel arbeiten dürfen. Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas habe genehmigt, dass sie in dem Industriegebiet Eres arbeiten könnten.

Offenere Grenzübergänge sollen das Vertrauen wieder hergestellen.

Dies berichtete das staatliche israelische Radio am Dienstagabend. Zudem solle hunderten Händlern aus dem Gazastreifen der Übergang nach Israel erleichtert werden.

Weiter erlaubte Mofas demnach rund 400 Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen, sich künftig 24 Stunden am Tag frei zwischen dem Westjordanland und dem Gazastreifen zu bewegen.

Die nach dem Gipfel im ägyptischen Scharm el Scheich ergriffenen Massnahmen sollen mit dazu beitragen, das Vertrauen zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufzubauen.

Ausschuss berät über Freilassungen

Am Sonntag soll ein ranghoher israelischer Minister-Ausschuss über die Zusammensetzung der Gruppe von 500 palästinensischen Gefangenen beraten, die Israel freilassen will. Zu dem Gremium gehören neben Regierungschef Ariel Scharon sein Vize Schimon Peres, Aussenminister Silvan Schalom und Verteidigungsminister Mofas.

In Ägypten hatten Israel und die Palästinenser am Dienstag eine beiderseitige Waffenruhe ausgerufen und waren damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Frieden im Nahen Osten vorangekommen. Israel will zudem binnen drei Wochen die Kontrolle über fünf Städte im Westjordanland zurückgeben.

(fest/sda)