UNGLÜCKSFÄLLE
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Gedenken an Heysel-Katastrophe

Sonntag, 29. Mai 2005 / 18:10 Uhr
aktualisiert: 30. Mai 2005 / 14:07 Uhr

Brüssel - 20 Jahre nach der Massenpanik bei im Heysel-Stadion haben Angehörige und offizielle Vertreter in Brüssel der Opfer der Katastrophe gedacht.

Die Katastrophe forderte fast vierzig Todesopfer und hunderte Verletzte.

Brüssels Bürgermeister Freddy Thielemanns weihte ein Denkmal ein.

Das Denkmal vor dem inzwischen in König-Baudouin-Stadion umbenannten Bau ist den Opfern gewidmet. Am 29. Mai 1985 waren in dem baufälligen Fussballstadion 38 Italiener und ein Belgier ums Leben gekommen.

Vor dem Europapokal-Finale zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin kam es damals zu Auseinandersetzungen der Fans, bei denen englische Hooligans die Absperrgitter zwischen den Blocks durchbrachen und die Italiener gegen eine Stadionwand drängten.

Massenpanik

Unter dem Druck brach die Wand zusammen und begrub etliche Fans. Bei der anschliessenden Massenpanik wurden weitere Zuschauer zu Tode getrampelt und Hunderte verletzt.

Rund 1500 Menschen verfolgten die Zeremonie bei hochsommerlichen Temperaturen und legten Blumengebinde am Fuss des Denkmals ab. Wir dürfen diesen schwarzen Tag in der Geschichte des Sports niemals vergessen, sagte der Bürgermeister von Liverpool, Alan Dean, in seiner Rede bei der Gedenkveranstaltung.

Ein solches Unglück dürfe sich nicht wiederholen, betonte auch Thielemanns unter dem Applaus der Zuschauer, von denen einige Schals in den Vereinsfarben von Juventus Turin trugen.

(rr/sda)


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