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Gestürzter Bakijew nach Kasachstan geflohen

Donnerstag, 15. April 2010 / 10:33 Uhr
aktualisiert: 20:26 Uhr

Bischkek/Moskau - Aufatmen in Kirgistan: Der gestürzte Präsident Kurmanbek Bakijew ist eine Woche nach dem Volksaufstand ins Nachbarland Kasachstan geflohen. Nach Vermittlung durch die USA und Russland verliess der Autokrat Dschalalabad im Süden des Landes.

Kurmanbek Bakijew will in die Hauptstadt Astana fliegen. (Archivbild)

Dort hatte sich der 60-Jährige mit bewaffneten Leibwächtern gut eine Woche lang verschanzt. Nach Angaben der kirgisischen Agentur Akipress bestieg er am frühen Abend ein Militärflugzeug. Er landete zunächst in der kasachischen Stadt Taras, um dann in die Hauptstadt Astana zu fliegen.

Kasachstan hat derzeit als erste Ex-Sowjetrepublik den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) inne. Das Land bezeichnete Bakijews Abreise als Beitrag zur Stabilität in Kirgistan und Zentralasien. Diese sei ein wichtiger Schritt, um einen Bürgerkrieg zu verhindern.

Auftritt bei Kundgebung

Noch am Morgen war Bakijew in der Stadt Osch bei einer Kundgebung vor etwa 1000 Menschen aufgetreten. Dabei kam es zu Zusammenstössen zwischen Gegnern und Anhängern Bakijews. Seine Leibwächter feuerten Schüsse in die Luft, um dem Präsidenten Gehör zu verschaffen, kurz darauf floh er jedoch in seiner Limousine.

Nach Angaben der OSZE kam der Kompromiss durch die Vermittlung von US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Dmitri Medwedew zustande. Auch die EU und die UNO waren beteiligt.

Die Übergangsregierung unter Führung von Rosa Otunbajewa hatte seit Tagen auf eine Lösung gedrängt. Otunbajewa hatte gesagt, Bakijew bringe das Land an den Rand eines Bürgerkriegs. Auch Medwedew hatte davor gewarnt.

(bert/sda)


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