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Hediger nun doch Direktor bei Cinémathèque Suisse

Montag, 21. Januar 2008 / 18:14 Uhr

Lausanne - Vinzenz Hediger hat es sich anders überlegt: Am Vormittag hatte er angekündigt, er müsse die Berufung zum Direktor der Cinémathèque Suisse aus gesundheitlichen Gründen ablehnen. Am späten Nachmittag hat er sich umentschieden.

Entscheid revidiert: Vinzenz Hediger.

Der Aargauer werde nun spätestens am 1. September seinen Posten antreten, sagte Olivier Verrey, Stiftungsratspräsident der Institution, der Nachrichtenagentur SDA. Er wird also wie vorgesehen Nachfolger von Hervé Dumont, der in Rente geht.

«Dieser Meinungsumschwung scheint abenteuerlich, aber Hediger ist von sich aus auf seine Entscheidung zurückgekommen. Ich freue mich darüber, denn er ist der allerbeste Kandidat für dieses Amt», erklärte Verrey.

Ernannt worden war Hediger am 24. Oktober 2007. Ursprünglich hätte er bereits am 1. März seine Arbeit aufnehmen sollen, doch konnte er sich nicht so schnell von seinen bisherigen beruflichen Verpflichtungen freimachen.

Name als Filmkritiker

Seit April 2004 ist Hediger Professor für Theorie und Geschichte bilddokumentarischer Formen an der Ruhr-Universität Bochum. Der jetzige Direktor erklärte sich bereit, sein Mandat bis maximal 31. August zu verlängern.

Vinzenz Hediger wurde 1969 in Menziken AG geboren und studierte Philosophie, Filmwissenschaft und Amerikanistik in Zürich. Neben der Arbeit als Medienjournalist und Filmkritiker für grössere Schweizer Tageszeitungen schrieb er vielbeachtete Fachbücher, leitete ein Forschungsprojekt und dozierte in Deutschland und Italien Filmwissenschaft.

(ht/sda)


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