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ISAF-Soldaten durch Explosion verletzt

Samstag, 5. Juli 2003 / 06:07 Uhr

Kabul/Bagram - Bei einer Explosion nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul sind zwei niederländische ISAF-Soldaten verletzt worden. US-Truppen in Afghanistan verstärkten unterdessen ihre Suche nach Mitglieder der Taliban und der El Kaida.

Das ISAF Hauptquartier der Deutschen.

Im Südosten des Landes in den Provinzen Paktia und Chost sei vor zwei Tagen die Operation Haven Denial (Verwehrung der Zuflucht) gestartet worden, sagte ein US-Armeesprecher. Ziel des Einsatzes sei, den Angriffen auf Hilfsorganisationen und Truppen der Alliierten vorzubeugen sowie den Angreifern Rückzugsmöglichkeiten zu nehmen.

In der südöstlichen Grenzregion zu Pakistan werden US-Truppen und afghanische Regierungseinheiten immer wieder von mutmasslichen Taliban- oder El-Kaida-Kämpfern attackiert.

In Kabul trafen sich erstmals seit der Ratsversammlung, der Loja Dschirga, Mitglieder der Parlamentskommission des Gremiums zu Beratungen über die Entwaffnung von Milizen und die Sicherheitslage in Afghanistan.

Der Kommissionsvorsitzende Sajeed Ibrahim Kaisari kritisierte Präsident Hamid Karsai, weil die Fortschritte zu langsam seien. Die meisten Ankündigungen Karsais von der Afghanistan-Konferenz Ende 2001 auf dem Petersberg bei Bonn seien bedauerlicherweise noch nicht umgesetzt worden.

Die Kommission muss den Verfassungsentwurf billigen, der am 30. August fertig sein soll, um den Weg für die Mitte kommenden Jahres anberaumte Präsidentschaftswahl zu ebnen. Die geltende Verfassung stammt aus dem Jahr 1964.

(rr/sda)