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In São Paulo geht man wieder auf die Strasse

Mittwoch, 19. Juni 2013 / 08:21 Uhr

São Paulo - In Brasilien sind am Dienstag erneut zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen Misswirtschaft, Korruption und steigende Kosten zu protestieren. Alleine in São Paulo schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf bis zu 50'000 Menschen.

Die Proteste in Brasilien dauern an. (Archivbild)

Die zentrale Avenida Paulista im Zentrum der Elf-Millionen-Metropole war am Abend für Stunden wegen der friedlichen Aktion komplett gesperrt.

Vor dem Sitz des Bürgermeisters in São Paulo kam es zu Tumulten. Ein Reportagewagen des Senders Record TV wurde in Brand gesteckt. Zuvor hatten Randalierer Scheiben des Gebäudes eingeworfen. Die Polizei zog sich in das Gebäude zurück.

São Paulos Bürgermeister Fernando Haddad signalisierte nach den Massenprotesten erstmals, dass es möglicherweise eine Rücknahme der Preiserhöhung geben könne. Dies sei eine politische Entscheidung.

Mehr Geld für Gesundheit und Bildung

Dass der Preisaufschlag von umgerechnet rund zehn Rappen rückgängig gemacht wird, ist eine zentrale Forderung der Demonstranten. Sie forderten am Dienstag aber erneut auch ein Ende der Korruption und mehr Geld für Gesundheit und Bildung. Die Polizei war mit einem grossen Aufgebot im Einsatz.

Auch in São Gonçalo bei Rio de Janeiro gingen Tausende auf die Strasse, und auch dort war ein Grossaufgebot der Polizei im Einsatz. Proteste gab es nach Medienberichten auch in Belo Horizonte.

 

(fajd/sda)


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