Irak und USA prüfen Bericht über Tötung Al-Sarkauis Montag, 21. November 2005 / 23:48 Uhr
Washington/Moskau - Die irakische und die US-Regierung prüfen einen Bericht über den Tod des Anführers der Al-Kaida im Irak, Abu Mussab al-Sarkaui.
 Nur ein DNA-Test kann belegen, ob Al-Sarkaui tot ist.
Bislang gebe es keine Bestätigung dafür, dass der jordanische Extremist am Wochenende bei einem Gefecht in der nordirakischen Stadt Mossul tatsächlich ums Leben gekommen sei, sagte Aussenminister Hoschijar Sebari der Nachrichtenagentur Reuters.
Nur ein DNA-Test könne zweifelsfrei belegen, ob Al-Sarkaui unter den acht Extremisten gewesen sei, die sich in die Luft sprengten, als US-Soldaten und irakische Truppen ihr Gebäude stürmten. Ähnlich skeptisch hatten sich zuvor die USA gezeigt. Sie haben auf Al-Sarkaui ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Er gehe davon aus, dass es sich bei den Getöteten um hochrangige Kämpfer der Al-Kaida gehandelt habe, sagte Sebari während eines Russland-Besuchs weiter. Sie hätten sich offenbar lieber das Leben genommen, als sich den Truppen auszuhändigen.
Unersuchungen der Leichenteile
Derzeit liefen die Untersuchungen der Leichenteile, um die Identität der Toten feststellen zu können. Auch ein US-Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, hatte am Sonntag erklärt, es liefen Ermittlungen, ob Al-Sarkaui unter den Toten sei.
Nähere Angaben machte er allerdings nicht. Ein US-Präsidialamtssprecher hatte den Bericht dagegen als «nicht glaubwürdig» bezeichnet.
Al-Sarkaui, der sich in der Vergangenheit in Mossul aufgehalten haben soll, werden zahlreiche schwere Anschläge im Irak zur Last gelegt. Zuletzt hatte sich seine Gruppe auch zu den Selbstmordanschlägen auf Hotels in der jordanischen Hauptstadt Amman bekannt, bei denen dutzende Menschen getötet worden waren.
(smw/sda)
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