ATOMSTREIT
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Iran droht der EU mit Ende der Zusammenarbeit

Donnerstag, 13. Juli 2006 / 20:01 Uhr

New York - Im Streit um das iranische Atomprogramm hat Präsident Mahmud Ahmadinedschad der EU mit einem Ende der Zusammenarbeit gedroht. Er reagierte auf den Entscheid der Vetomächte, den Fall erneut vor den UNO-Sicherheitsrat zu bringen.

Iraner hätten keine Angst vor dem Westen, so Mahmud Ahmadinedschad, Irans Präsident.

Der Iran werde seine Politik überdenken, sollte sich herausstellen, dass die europäischen Länder nicht «guten Willens» seien, zitierte ihn die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Damit drohte der er indirekt, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu beenden und den Atomwaffensperrvertrag aufzukündigen.

Europäer sollen sich gedulden

«Wir haben keine Angst und werden uns nicht blind den Anordnungen des Westens beugen», sagte der Präsident laut dem Sender Chabar. Der Iran lasse sich vom Westen nicht einschüchtern.

«Wir wollen immer noch Verhandlungen und sehen den europäischen Vorschlag als positiv an», fügte Ahmadinedschad hinzu. Das Angebot werde noch geprüft. Die Europäer sollten sich gedulden: «Ansonsten sind sie für die Folgen selbst verantwortlich.»

Zurück an UNO-Sicherheitsrat

Die Aussenminister der fünf Vetomächte und Deutschlands hatten am Mittwoch bei einem Treffen in Paris den Streit erneut an den UNO- Sicherheitsrat verwiesen, nachdem sich Teheran geweigert hatte, bis zum G8-Gipfel in St. Petersburg am 15. Juli eine Antwort zu geben.

(lg/sda)


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