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Irans Präsident hält in Russland Hof

Dienstag, 16. Juni 2009 / 15:40 Uhr

Jekaterinburg - Während der Iran von den heftigsten Oppositionsprotesten seit Jahren erschüttert wird, hat Staatschef Mahmud Ahmadinedschad im fernen Russland über das Ende der Grossmächte philosophiert.

Mahmud Ahmadinedschad ging auf die Situation seines Landes nicht ein. (Archivbild)

Breit grinsend sprach der unter Manipulationsverdacht wiedergewählte Präsident in Jekaterinburg vor der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) und verkündete: «Die kapitalistische Ordnung zieht sich zurück.» Es sei «vollkommen klar, dass die Ära der Weltmächte vorbei ist und nie wiederkommen wird».

Besonders seinen Lieblingsfeind USA nahm der mit einem schwarzen Anzug bekleidete iranische Staatschef aufs Korn. Die USA seien «überwältigt von einer politischen und wirtschaftlichen Krise», rief Ahmadinedschad.

Die Proteste Hunderttausender auf den Strassen der iranischen Hauptstadt Teheran gegen seinen Wahlsieg erwähnte er dagegen mit keinem Wort.

(fest/sda)


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