NAHOST
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Italien gegen UNO-Anerkennung von Palästina

Dienstag, 14. Juni 2011 / 09:49 Uhr

Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich gegen die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UNO ausgesprochen und stattdessen die Wiederaufnahme von Nahost-Friedensverhandlungen gefordert.

Silvio Berlusconi bietet sich als Gastgeber für etwaige Friedensverhandlungen an (Archivbild).

Eine einseitige Lösung könne nicht zum Frieden verhelfen, sagte Berlusconi bei einem Besuch des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu in Rom. Frieden könne nur durch gemeinsame Anstrengungen auf dem Verhandlungswege erreicht werden.

Das entspricht der Position Netanjahus, der in Europa gegen das Vorhaben der Palästinenser Stimmung macht, im Herbst vor den Vereinten Nationen die Anerkennung eines unabhängigen Staates durchzusetzen.

«Einseitige UNO-Resolutionen» würden nicht nur gegen frühere Vereinbarungen verstossen, sondern auch die Haltung der Palästinenser verhärten und den Frieden noch erschweren, sagte er. Israel sei zu Kompromissen bereit, doch bedürfe es dazu der Verhandlungen.

Berlusconi bot sich als Gastgeber für Gespräche auf Sizilien an für den Fall, dass beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückkehrten. Die jüngste Runde der Nahost-Verhandlungen war im vergangenen September an Israels Siedlungspolitik gescheitert.

(dyn/sda)


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