Julian Assange bekommt über eine Million für Autobiografie Sonntag, 26. Dezember 2010 / 09:25 Uhr aktualisiert: 28. Dezember 2010 / 07:27 Uhr
London - Sein weltweiter Medienruhm hat Wikileaks-Gründer Julian Assange einen Millionen-Vertrag für seine Autobiografie beschert. Wie er gegenüber «Sunday Times» sagte, braucht er das Geld, um sich gegen die Vorwürfe von Vergewaltigung und sexueller Belästigung in Schweden zu verteidigen.
 Verdient über eine Million Pfund für seine Lebensgeschichte: Julian Assange.
Er habe Vereinbarungen mit Verlagshäusern in den USA und Grossbritannien unterzeichnet, die voraussichtlich über eine Million Pfund (rund 1,5 Millionen Franken) für seine Lebensgeschichte brächten, sagte der Gründer der Enthüllungswebsite der britischen Zeitung.
«Ich will dieses Buch nicht schreiben, aber ich muss», sagte der 39-jährige Australier, der in Grossbritannien bis zur Entscheidung über seine Auslieferung nach Schweden unter Hausarrest steht. «Ich habe bereits 200'000 Pfund für Rechtskosten ausgegeben und ich muss mich verteidigen, um Wikileaks über Wasser zu halten.»
Assange hat eigenen Angaben zufolge einen Vertrag über 800'000 Dollar mit dem US-Verlagshaus Alfred A. Knopf unterzeichnet, die britischen Rechte gehen für 325'000 Pfund an den Verleger Canongate. Zusammen mit Geldern aus anderen Märkten werde voraussichtlich eine Summe von 1,1 Millionen Pfund zusammenkommen.
Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten US-Dokumente zu den Einsätzen in Afghanistan und im Irak sowie Depeschen aus US-Botschaften in aller Welt öffentlich gemacht. Kreditkartenfirmen und der Internet-Bezahldienst PayPal hatten darauf Zahlungen an die auf Spenden angewiesene Enthüllungswebsite eingestellt. Assange sieht dahinter Druck der US-Regierung.
(asu/sda)
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