GESUNDHEIT
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Kantone Bern und Basel-Stadt planen Zusammenarbeit in der Medizin

Freitag, 16. April 2004 / 13:46 Uhr

Bern/Basel - Die Kantone Bern und Basel-Stadt wollen in der Human- und Zahnmedizin zusammenarbeiten. Portfolioanalysen des Angebots in Lehre, Forschung und Dienstleistung sollen aufzeigen, wo eine Kooperation möglich ist.

Kantonsspital Basel.

Die Regierungen der beiden Kantone, die Universitäten Bern und Basel sowie die Inselspital-Stiftung Bern haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Eine Fusion der beiden medizinischen Fakultäten steht nicht zur Diskussion, wie der Basler Regierungsrat Carlo Conti vor den Medien in Bern erklärte.

Für die Leistungen im Bereich der medizinischen Grundversorgung und in der erweiterten Grundversorgung werden weiterhin die jeweiligen Kantone zuständig bleiben. Synergien wollen die Beteiligten insbesondere im Bereich der Spitzenmedizin nutzen.

Gestartet wird mit der Überprüfung der Zahnmedizin. Dieser Bereich sei etwas weniger komplex, da nur die beiden Universitäten und nicht auch noch die Universitätsspitäler betroffen seien. Dies führte der Berner Regierungsrat Mario Annoni aus. Aber auch im Bereich Humanmedizin seien schon Vorarbeiten angelaufen.

Im Zentrum des Projekts stehen inhaltliche Fragestellungen. Ausgehend vom heutigen Leisungsangebot würden die Portfolios erstellt und in einer zweiten Phase abgeglichen, erklärte Annoni.

Man wolle Entwicklungen vorwegnehmen, die früher oder später vom Bund ohnehin initiiert worden wären, sagte Conti. Die Bestrebungen des Bundes und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren gehen in Richtung Schwerpunktbildung bei der hochspezialisierten Medizin.

Um längerfristig die Qualität erhalten zu können, müssten Schwerpunkte gesetzt werden, pflichtete Ulrich Gäbler, Rektor der Universität Basel bei. Der Rektor der Universität Bern, Christoph Schäublin, bezeichnete das Projekt als Chance, die beiden Standorte durch die Zusammenarbeit zu stärken.

(bsk/sda)