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Keine Einigung bei Lohnverhandlungen

Montag, 8. November 2004 / 17:47 Uhr

Zürich - Baumeister und Gewerkschaften haben sich bei den Verhandlungen über die Löhne für die rund 85 000 Bauarbeiter für das nächste Jahr nicht einigen können. Jetzt muss die Marschrichtung von der Basis aus neu definiert werden.

Eine Erhöhung der Arbeitszeit kommt für die Gewerkschaft nicht in Frage.

Nach drei Verhandlungsrunden seien die Delegationen ohne Ergebnis auseinandergegangen, teilte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mit.

Der SBV habe den Arbeitnehmern den Teuerungsausgleich von 1,3 Prozent sowie eine Erhöhung der Mindestzulage für Essen um einen Franken angeboten, heisst es. Dies gehe zulasten der Unternehmer.

Um der Forderung nach zusätzlichen Kaufkraftausgleich nachzukommen, sei der SBV bereit gewesen, weitere 60 Franken pro Monat auszubezahlen. Diese würden jedoch mit Mehrstunden ausgeglichen und seien damit kostenneutral. Das gesamte Paket bedeute eine Lohnerhöhung von 125 Franken pro Monat.

Die Gewerkschaft Unia-GBI hatte ursprünglich eine Lohnerhöhung von 150 Franken pro Monat gefordert. Sie sei aber bereit gewesen, eine Erhöhung von knapp 100 Franken zu akzeptieren, sagte Hansueli Scheidegger, Zentralsekretär von Unia-GBI, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Eine Erhöhung der Arbeitszeit hingegen komme für die Gewerkschaft nicht in Frage.

Gescheitert sind die Verhandlungen bislang nicht. Als nächstes werden die Berufskonferenz der Unia-GBI und die Delegiertenversammlung der Baumeister über das weitere Vorgehen beschliessen.

(sl/sda)