ROGER FEDERER
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Keine Grenzen für Federer?

Montag, 20. November 2006 / 09:07 Uhr

Das Masters hat mit dem Sieg von Roger Federer den erwarteten Ausgang genommen. Der Verlauf des Saisonfinales war noch einmal ein Abbild der aktuellen Konstellation an der Spitze des Männer-Tennis.

Federer zieht vorne einsam seine Kreise, dahinter folgt die Konkurrenz mit klarem Abstand.

Federer zieht vorne einsam seine Kreise, dahinter folgt die Konkurrenz mit klarem Abstand.

So war es auch in Schanghai; mit Ausnahme des fünfmal siegreichen Baselbieters mussten alle Spieler mindestens zweimal als Verlierer vom Platz. Der Primus blieb auch im Zirkel der besten acht unangetastet.

Harte Arbeit

Federer-Siege sind in der Öffentlichkeit längst zum Normalgut geworden. Für den Basler selber sind sie indessen alles andere als Selbstverständlichkeit; allein mit Talent wären all die Meriten nicht zu erreichen.

Sie liegen zu einem grossen Teil in Federers Bereitschaft begründet, sich uneingeschränkt auf seine Aufgabe zu fokussieren und dem Erfolg alles unterzuordnen. Dazu gesellt sich die akribische Saisonplanung, die mitunter auch Entscheide «contre coeur» (Absage Davis Cup) mit sich bringt.

Erfolg dank Konstanz

Die Summe dieser Erfolgskomponenten brachte Federer den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz: die Konstanz. Viele spielen während einer Woche oder während mehrerer Monate gut, Federer tut dies seit drei Jahren.

In dieser Zeitspanne hat er von 49 Turnieren 34 gewonnen und steht mit einer Matchbilanz von 247:15 Siegen zu Buch. Gleichwohl ist der Erfolgshunger von Federer, dessen Karriereplanung bis 2012 mit den Olympischen Spielen in London ausgerichtet ist, noch lange nicht gestillt.

Hohe Ziele

In Federers Prioritätenliste steht die erfolgreiche Verteidigung der Spitzenposition im Ranking nach wie vor ganz oben, gefolgt von den Grand-Slam-Turnieren im Allgemeinen und Wimbledon und dem French Open im Speziellen. In Bezug auf die Major-Events behält er mit Sicherheit auch den von Pete Sampras gehaltenen Titel-Rekord (14) im Auge.

Im Weiteren definierte er den Olympiasieg und, falls er ihn fest in sein Jahresprogramm aufnehmen wird, den Gewinn des Davis Cups als erstrebenswerte Ziele.

Sie alle umzusetzen, müsste im Grunde genommen als Ding der Unmöglichkeit taxiert werden. Doch einem Federer scheinen keine Grenzen gesetzt - vorausgesetzt, er vermag seinen hohen Level weiterhin über einen längeren Zeitraum zu konservieren.

(bert/Si)


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