Keine Steuergelder für Keckeis-Buch Dienstag, 20. November 2007 / 09:47 Uhr aktualisiert: 18:02 Uhr
Bern - Für die Festschrift «Christophe Keckeis - Die Zukunft der Schweizer Armee» dürfen keine Steuergelder aufgewendet werden. Dies hat Bundesrat Samuel Schmid angeordnet. Auf die Verteilung des Buches an die höheren Armeekader wird verzichtet.
 Keckeis hat kein Verständnis für den Wirbel um das ihm gewidmete Buch.
Nach Ansicht Schmids verdient der Ende Jahr ausscheidende Chef der Armee, Korpskommandant Keckeis, eine Würdigung. Das Buch müsse jedoch vollständig privat finanziert werden, teilte das Verteidigungsdepartement (VBS) mit.
Berichte, die Armee habe 100'000 Franken bezahlt, um 4000 deutsch- und 1000 französischsprachige Exemplare der Festschrift mit öffentlichen Geldern zu erwerben, hatte für einiges Aufsehen gesorgt. Die Bücher sollten Offizieren ab dem Majorsgrad zugestellt werden. Darauf wird jetzt auf Anordnung Schmids verzichtet.
Nach Auskunft von Philippe Zahno, Kommunikationschef der Armee und Mitherausgeber des Buches, wäre eine Eigenproduktion des Buches durch die Armee viel teurer geworden. Zahno zeigte sich aber überzeugt, dass der Verlag Orell Füssli das Werk auch ohne den Grosseinkauf der Armee verlegt hätte.
«Wir werden nun eine private Lösung suchen und finden,» sagte Zahno auf Anfrage. Die Armee habe noch nichts bezahlt. Er sei froh, dass Bundesrat Schmid Klarheit geschaffen habe. Nun könne endlich über den Inhalt der Festschrift und nicht nur über deren Finanzierung diskutiert werden.
Keckeis hat kein Verständnis für den Wirbel um das ihm gewidmete Buch. Der scheidende Armeechef geht davon aus, dass Bundesrat Schmid lediglich wusste, dass ein Buch geplant gewesen sei. Keckeis betonte, er selbst habe seinerzeit darauf gedrängt, dass es nicht ein «Keckeis-Buch» werde. Dennoch liege die Verantwortung bei ihm.
(smw/sda)
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