UNGLÜCKSFÄLLE
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Kleiner Junge löst Disco-Brand aus

Montag, 3. Januar 2005 / 18:33 Uhr

Buenos Aires - Ein Junge unter zehn Jahren soll die Brandkatastrophe mit 183 Toten in einer Disco in Buenos Aires ausgelöst haben. Davon gehe die Staatsanwaltschaft aus, berichtete die Zeitung Clarín.

Der Junge soll ein Bengalisches Feuer entzündet haben.

Der Tontechniker des Lokals habe gesehen, wie der Junge auf den Schultern seines Vaters sitzend ein Bengalisches Feuer entzündet habe. Dadurch sei die aus Plastiknetzen bestehende Deckendekoration in Brand geraten.

Bei dem Unglück während eines Rockkonzerts in der Nacht zum Freitag waren zudem mehr als 700 Menschen vor allem durch giftigen Rauch verletzt worden. Ein elfjähriges Mädchen starb inzwischen im Spital.

Notausgänge verriegelt

Das Tanzlokal hätte binnen drei Minuten durch die Notausgänge geräumt werden können, sagte ein Feuerwehrmann. Die Türen waren jedoch mit Eisenketten verschlossen, damit sich keine Besucher ohne Bezahlung in das Konzert schleichen konnten.

Dem festgenommenen Betreiber der Discothek Republica Cromagnon, Omar Chabán, wird Totschlag und Körperverletzung zur Last gelegt. Der für Sicherheit zuständige Minister der Stadt, Juan Carlos López, reichte am Sonntag seinen Rücktritt ein.

(sl/sda)


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