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Kommunisten kritisieren Putins Sozialpolitik

Sonntag, 1. Mai 2005 / 12:35 Uhr

Moskau - In Russland haben zehntausende Kommunisten und andere Oppositionelle auf traditionellen Mai-Kundgebungen gegen die Sozialpolitik von Präsident Präsident Wladimir Putin demonstriert.

Putins Popularität schwindet.

Unser Volk stirbt aus und unsere Regierung tut nichts dagegen, sagte der Kommunistenchef Gennadi Sjuganow in Moskau im Bezug auf den deutlichen Bevölkerungsrückgang in Russland.

Die Proteste von Kommunisten und Sozialisten richteten sich vor allem gegen die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Sozialreform. Die russische Regierung hat für etwa 40 Millionen Menschen Sozialleistungen gestrichen oder durch Geldzahlungen ersetzt, die aber nicht ausreichen.

Putins Popularität sinkt

Putins Sozialpolitik führte in den vergangenen Monaten dazu, dass der Kremlchef erstmals in seinen fünf Amtsjahren in Umfragen deutlich an Popularität verlor.

An den Mai-Kundgebungen der Opposition nahmen in Moskau nach Polizeiangaben 10 000 Menschen teil. Beobachter führten die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Teilnahme vor allem auf das orthodoxe Osterfest zurück, das in diesem Jahr auf den 1. Mai fiel.

Mehr Anhänger für Kreml-Partei

In anderen Städten des Landes brachte die Kreml-Partei Geeintes Russland gemeinsam mit den staatlich kontrollierten Gewerkschaften mehr Anhänger auf die Strasse als die linke Opposition.

Zu Sowjetzeiten liess die Kommunistische Partei am 1. Mai Millionen von Menschen in den Städten aufmarschieren, um sich selbst und das System zu feiern.

(rr/sda)


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