Kraftwerk trifft keine Schuld an Maggia-Unfall Mittwoch, 23. November 2005 / 11:10 Uhr
Lugano - Die Verantwortlichen des Kraftwerkes Ofima trifft keine Schuld am Tod der drei deutschen Touristen, die am 30. Juli von der hoch gehenden Maggia mitgerissen wurden.
 Die Maggia sei innert kürzester Zeit wegen heftigen Regenfällen stark angestiegen.
Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren eingestellt. Die Arbeitsabläufe bei der Ofima seien korrekt gewesen, bestätigte der stellvertretende Tessiner Staatsanwalt Andrea Pagani am Mittwoch auf Anfrage einen Bericht des «Giornale del Popolo».
Die Maggia sei innert kürzester Zeit wegen heftigen Regenfällen stark angestiegen, und nicht, weil die Ofima einen Stausee entleert habe. Den deutschen Touristen warf Pagani leichtsinniges Handeln vor.
Die drei Todesopfer - eine 47-jährige Mutter sowie ihr 23-jähriger Sohn und ihre 21-jährige Tochter - gehörten zu einer Gruppe von 14 Touristen aus dem deutschen Überlingen. Acht von ihnen waren am 30. Juli bei Cavergno im Lavizzara-Tal trotz in der Nähe angebrachten Warnschildern in die Maggia gestiegen.
Plötzliches Hochwasser
Im Fluss wurden sie von einem plötzlichen Hochwasser überrascht. Dank dem Eingreifen eines Einheimischen konnten sich fünf Touristen aus dem reissenden Fluss retten.
Augenzeugen berichteten, dass sich der Sohn und die Tochter zunächst ebenfalls ans Ufer retten konnten. Weil sie aber ihre Mutter an Land holen wollten, seien sie in den Fluss zurückgekehrt. Bevor sie von den Fluten mitgerissen worden seien, hätten sich alle drei noch eine Weile an einem Felsen festklammern können. Die drei Leichen wurden später etliche Kilometer flussabwärts geborgen.
(ht/sda)
Artikel-Empfehlungen:
 | 13.Jan 10:29 Uhr
|
 | 31.Jul 13:48 Uhr
|
|