Lärm verursacht jährlich Milliardenkosten Mittwoch, 16. April 2008 / 08:00 Uhr aktualisiert: 09:14 Uhr
Bern - Zum heutigen Tag gegen Lärm ruft die Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung dazu auf, Lärmkosten den Verursachern anzulasten. Nur so hätten diese ein Interesse an der Vermeidung von Lärm.
 Lärm belästigt breite Teile der Bevölkerung und kann deren Gesundheit beeinträchtigen. Bild: Rush Hour in der Rosenstrasse, Zürich.
Lärm habe viele Ursachen, aber im Wesentlichen zwei Wirkungen, heisst es in einer Medienmitteilung. Einerseits belästige Lärm breite Teile der Bevölkerung und könne deren Gesundheit beeinträchtigen. Andererseits beeinflusse Lärm die Attraktivität von Wohnungen und Häusern. Beides verursache Kosten.
Menschen würden krank, müssten sich ärztlich behandeln lassen oder fehlten am Arbeitsplatz. Gleichzeitig verlören Wohnungen und Häuser an lärmigen Lagen an Wert.
Die Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung zitiert Schätzungen des Bundesamtes für Raumentwicklung, wonach allein durch Strassen- und Eisenbahnlärm Kosten von rund einer Milliarde Franken pro Jahr entstehen. 90 Prozent davon seien Wertverluste von Liegenschaften, 10 Prozent seien Gesundheitskosten.
160 Mio. Fr. zur Lärmbekämpfung
In diesen Zahlen seien die Auswirkungen beispielsweise von Flug- und Industrielärm noch nicht enthalten. Ebenfalls noch nicht eingeflossen sei die Verminderung der touristischen Attraktivität von Erholungsgebieten durch die Verlärmung.
Für die Bekämpfung des Verkehrslärms würden aber nach Angaben des Bundesamtes für Umwelt nur rund 160 Millionen Franken jährlich eingesetzt. Die Kommission für Lärmbekämpfung fordert den Bund und die Kantone dringend auf, das Verursacherprinzip bei der Lärmbekämpfung konsequenter umzusetzen.
(fest/sda)
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