Mehr Recyclingpapier in der Bundesverwaltung gefordert Montag, 20. August 2007 / 11:16 Uhr
Bern - Die Bundesverwaltung soll mindestens 60 Prozent Recycling- und 20 Prozent FSC-Papier verwenden. Dies haben Umweltverbände gefordert. Sie kritisieren, dass der Bund immer weniger Recyclingpapier verwendet.
 Der Anteil Recyclingpapier in der Bundesverwaltung gehe immer weiter zurück.
Seit Jahren spreche der Bundesrat von nachhaltiger Entwicklung, sagte Rahel Wunderli, Verantwortliche des Projektes «urwaldfreundlich.ch» des Bruno-Manser-Fonds und von Greenpeace, laut Redetext in Bern. Doch der Anteil Recyclingpapier in der Bundesverwaltung gehe immer weiter zurück.
Auch der neueste Umweltbericht der Bundesverwaltung, der demnächst veröffentlicht werde, werde diesen Trend bestätigen. Zumindest beim Kopierpapier werde es eine weitere Abnahme geben.
Dramatisch werde auch der Rückgang bei den Couverts sein, da die Bundesverwaltung seit Anfang 2006 nur noch solche aus Neufasern verwenden dürfe.
Die letzten Urwaldflächen verschwinden
Die Nachfrage nach Papier setze die Wälder weltweit unter Druck, sagte Barbara Würmli, Geschäftsleiterin des Fördervereins für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS). In erschreckendem Tempo verschwänden die letzten Urwaldflächen.
Für die Produktion von Recyclingpapier werde rund dreimal weniger Energie und Wasser benötigt als für Frischfaserpapier. Die Herstellung von Frischfaserpapier verursache ausserdem doppelt so viel fossiles Kohlendioxid wie die Produktion von Recyclingpapier.
Auch sei Recyclingpapier mit dem Label «Blauer Engel» für die Archivierung geeignet; dieses zerfalle frühestens nach 100 Jahren.
Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wollte nicht Stellung zu den Vorwürfen der Umweltverbände nehmen.
(dl/sda)
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