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Militärangehörige suchen nach letztem Vermissten

Sonntag, 15. Juni 2008 / 13:13 Uhr

Spiez - An der Kander waren auch am Morgen Militärangehörige im Einsatz, um nach dem letzten Vermissten des schweren Bootsunfalls zu suchen. Vier Armeeangehörige, die beim Unfall am Donnerstag starben, konnten bereits geborgen werden.

Der Ständerat trauerte am Freitag eine Minute für die Opfern des Militärunglücks.

Neben der Suchaktion rückt die Frage nach den Hintergründen der Unglücksbootsfahrt ins Zentrum.

Die Militärjustiz habe Kenntnis davon, dass der verantwortliche Kompaniekommandant vor dem Unglück eine ausserdienstliche Übung in der Region veranstaltet habe, sagte Silvia Schenker, Sprecherin der Militärjustiz.

Gemäss Medienberichten handelt es sich dabei um einen Anlass der Swiss Army Group (SAG) vom 30. Mai bis am 1. Juni.

Auf der inzwischen nicht mehr zugänglichen Internetseite der SAG findet sich die Einladung zu einer Übung «Tonus 08». An dem SAG-Anlass ging es laut Einladung auch um «Infiltrations- und Exfiltrationstechniken (inkl. Abseilen und Schlauchboot)».

Voruntersuchung gegen Kommandanten läuft

Innerhalb der Ermittlungen werde sich zeigen, ob strafrechtlich relevante Tatbestände in diesem Zusammenhang vorlägen, sagte Schenker. Bereits läuft eine Voruntersuchung gegen den Kommandanten der Kompanie. Diese war wegen Verdachts auf mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung eingeleitet worden.

Die Männer waren am Donnerstag auf der Kander bei Wimmis mit zwei Schlauchbooten der Schweizer Armee verunglückt. Die Boote waren mit zehn Mann einer Lufttransport-Sicherungskompanie besetzt. Für die vier Todesopfer ist für kommende Woche eine Gedenkfeier in Thun geplant.

(dl/sda)


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