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Mindestens sechs Tote bei Selbstmordanschlag nahe Baakuba

Dienstag, 6. Juli 2004 / 17:28 Uhr
aktualisiert: 17:51 Uhr

Baakuba - Bei einem Selbstmordanschlag nördlich von Bagdad sind nach Polizeiangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Etwa 35 Menschen wurden verletzt.

Der Attentäter habe sich in Chalis nahe der Stadt Baakuba in einem Auto in die Luft gesprengt. Der Anschlag habe den Teilnehmern einer Totenfeier für den Bruder des Chefs der Lokalregierung gegolten, berichtete der Nachrichtensender El Dschasira.

Baakuba liegt nördlich von Bagdad im so genannten sunnitischen Dreieck, auf das sich die meisten Terroranschläge und Angriffe auf Soldaten konzentrieren.

Derweil kamen bei einem US-Luftangriff in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha mindestens 12 Menschen ums Leben. Sieben Personen wurden verletzt, wie Spitalärzte berichteten.

Der Angriff habe einem mutmasslichen Versteck der Gruppe um den Top-Terroristen Abu Mussab el Sarkawi gegolten, bestätigte Ministerpräsident Ijad Allawi in einer Presseerklärung.

Bei einem weiteren Militäreinsatz in der Provinz Anbar, wo die sunnitische Hochburg Falludscha liegt, sind drei US-Soldaten getötet worden.

Auch in der Hauptstadt Bagdad kam es zu einem Zwischenfall mit US-Beteiligung. An einem Kontrollpunkt haben US-Soldaten auf ein Auto geschossen und dabei ein Kind getötet und ein weiteres verletzt.

Die Geiselnahme des US-Soldaten Wassif Ali Hassun ist derweil gut ausgegangen. Seine Familie bestätigte dessen Freilassung. Alles was ich sagen kann, ist, dass er frei ist und dass es ihm gut geht, sagte sein Bruder gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa.

(bert/sda)