Museveni erklärt sich zum Wahlsieger Freitag, 24. Februar 2006 / 22:17 Uhr
Kampala - Die Partei des seit 20 Jahren regierenden ugandischen Staatschefs Yoweri Museveni hat sich zur Siegerin der Parlamentswahlen erklärt.
 Nach Aussagen seines Parteisprechers kam Museveni auf 63 Prozent der Stimmen.
Musevenis National Resistance Movement (NRM) soll rund zwei Drittel der abgegebenen Stimmen erhalten haben. «Wir haben sowohl die Präsidentschafts- als auch die Parlamentswahlen gewonnen», sagte ein Parteisprecher in Kampala. Offiziell sind die Stimmen aus einem Drittel der rund 20 000 Wahllokale ausgezählt.
Laut Wahlkommssion liegt Museveni demnach mit 65,5 Prozent vor seinem schärfsten Widersacher Kizza Besigye, der auf fast 32 Prozent der Stimmen kommt.
Unregelmässigkeiten?
Diese amtlichen Zwischenergebnisse der Wahlkommission stehen im Gegensatz zu inoffiziellen Nachwahlbefragungen von Medien, die zuvor ein Kopf-an-Kopf-Rennen signalisiert hatten. Dadurch könnten sich die Vorwürfe der Opposition verstärken, die bereits von massiven Unregelmässigkeiten gesprochen hatte.
Rund 10,4 Millionen Ugander waren am Donnerstag zur Wahl eines neuen Präsidenten und eines neuen Parlaments aufgerufen. Es war die erste Mehrparteienwahl in dem ostafrikanischen Land seit 26 Jahren. Museveni hatte sich 1986 an die Macht geputscht. Ein Sieg würde ihm eine weitere fünfjährige Amtszeit bescheren.
(bert/sda)
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