Nach Erdrutschen in Peru 500 Touristen in Sicherheit gebracht Sonntag, 11. April 2004 / 21:35 Uhr
Lima - Nach zwei Erdrutschen nahe der peruanischen Touristenattraktion Machu Picchu sind bislang 500 von insgesamt 1500 festsitzenden Touristen ausgeflogen worden. Helikopter transportierten die Menschen aus der Inka-Festung in 2450 Metern.
 Machu Picchu in Peru.
Die Touristen seien über die Luftbrücke in die Region Ollantaytambo gebracht worden. Von dort aus konnten sie mit Autobussen weiter in die Stadt Cusco reisen, wie der peruanische Zivilschutz mitteilte.
Ein Einheimischer wurde tot geborgen, für zehn weitere verschüttete Bewohner des Ortes Aguas Calientes gebe es kaum noch Hoffnung, berichtete die Zeitung El Comercio.
Die Bahnlinie zwischen Cusco und Machu Picchu und damit der einzige Weg in die Ruinenstadt war weiterhin durch Geröll blockiert. Ansonsten führt nur einen beschwerlicher Wanderweg in die Ruinenstadt.
Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten sich etwa 1500 Touristen in der Ruinenstadt aufgehalten. Keiner der Touristen sei zu Schaden gekommen, hiess es.
Perus Präsident Alejandro Toledo, der sich zur Zeit des Unglücks in der Gegend aufhielt, leitete die Rettungsaktion für einige einheimische Verletzte und stellte seinen Helikopter für Hilfsflüge zur Verfügung.
Hochwasser in dem Fluss Alcamayo und heftige Regenfälle hatten die Geröll- und Schlammlawinen ausgelöst. Dabei wurden zahlreiche Häuser in Aguas Calientes zerstört. Machu Picchu ist die wichtigste Touristenattraktion Perus und wird jährlich von zehntausenden Touristen aus aller Welt besucht.
(bsk/sda)
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