KRIEG/TERROR
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Nepals Maoistenführer erklärt Gewaltverzicht

Freitag, 30. Juni 2006 / 15:40 Uhr

Kathmandu - Zehn Jahre nach Beginn des maoistischen Aufstandes in Nepal hat Rebellenführer Prachanda den Gewaltverzicht erklärt. Im Falle eines Scheiterns der Friedensverhandlungen würden die Maoisten das Volk nur zu friedlichen Demonstrationen aufrufen.

Prachandra war 1996 untergetaucht und hatte seitdem einen blutigen Kampf gegen die Monarchie angeführt.

«Wir erklären öffentlich, dass wir nicht zum Krieg zurückkehren werden», sagte Prachanda der Nachrichtenagentur AFP in Kathmandu. Die Maoisten und politischen Parteien hatten sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen und gemeinsam Massenproteste gegen den absolutistisch regierenden König Gyanendra organisiert.

Im April beugte sich Gyanendra den Protesten und setzte das Parlament wieder ein. Die Rebellen erklärten sich daraufhin zu Friedensgesprächen bereit; Mitte Juni einigten sie sich in Verhandlungen mit der Regierung auf die baldige Wahl einer verfassungsgebenden Nationalversammlung.

Prachandra war 1996 untergetaucht und hatte seitdem einen blutigen Kampf gegen die Monarchie angeführt. Mehr als 12 000 Menschen wurden getötet. In der Vergangenheit waren zwei Verhandlungsversuche mit den Rebellen gescheitert.

(bert/sda)


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