WISSEN
Anzeige
Neue Beweise für Existenz der «Hobbits»

Dienstag, 11. Oktober 2005 / 17:45 Uhr

London - Die vor zwei Jahren in Indonesien gefundenen Überresten eines Zwergenmenschen repräsentieren tatsächlich eine neue Menschenart.

Hobbits wurden durch Tolkiens «Herr der Ringe» bei uns bekannt.

Das berichten australische und indonesische Forscher im Fachblatt «Nature».

Weitere Knochenfunde belegten, dass die nur etwa einen Meter grossen «Hobbits» mit dem etwa pampelmusengrossen Kopf nicht einfach eine geschrumpfte oder krankhafte Version eines anderen Frühmenschen darstellen.

Zwergenmenschen vor 95 000 Jahren

Die Herkunft des «Homo floresiensis» sei weiterhin unklar, berichten die Forscher. Die Zwergenmenschen hätten die Insel Flores jedoch schon vor mindestens 95 000 Jahren und noch bis vor etwa 12 000 Jahren bewohnt.

Mike Morwood von der University of New England (Australien) und seine Mitarbeiter hatten die jetzt vorgestellten Knochenfunde im vergangenen Jahr in der Liang Bua-Höhle ausgegraben - genau dort, wo die Wissenschaftler im Jahr 2003 das erste Skelett des Zwergenmenschen entdeckt hatten.

Überreste von neun Individuen

Bei den Knochen handelt es sich um den rechten Arm des damals gefundenen Skeletts sowie weitere Kiefer- und Schädelknochen. Insgesamt seien nun Überreste von neun Individuen vorhanden, schreiben die Forscher.

Die einzelnen Merkmale der Zwergenmenschen erlaubten weder die Zuordnung zu den modernen Menschen (Homo sapiens) noch zu den Homo-erectus-Frühmenschen. So habe die Untersuchung etwa ergeben, dass die Zwergenmenschen im Verhältnis zum Körper recht lange Arme besassen.

(smw/sda)


Artikel-Empfehlungen:

«Hobbit» lebte viel früher als bisher angenommen30.Mrz 19:52 Uhr
«Hobbit»-Mensch war offenbar moderner Mensch mit Down-Syndrom4.Aug 15:07 Uhr
«Hobbit» keine eigene Menschenart22.Aug 07:02 Uhr
Schlauer 'Urzeit-Hobbit'3.Mrz 20:21 Uhr


Shopping:
Hobbit
Produkte passend zum Thema