VOGELGRIPPE
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Niederländische Enten müssen dran glauben

Samstag, 22. November 2014 / 13:25 Uhr

Den Haag - Wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in den Niederlanden haben die Behörden die Tötung tausender Enten angeordnet. In der Gemeinde Barneveld sollten «als Vorsichtsmassnahme» etwa 8000 Tiere geschlachtet werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Samstag mit.

Zehntausende Tiere wurden bereits getötet. (Symbolbild)

Grund sei, dass der Betrieb von einem aus einer infizierten Anlage kommenden Lastwagen angefahren worden sei. Zuvor war in zwei niederländischen Geflügelzuchtbetrieben das Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen worden.

Zehntausende Tiere wurden bereits getötet. In einer weiteren Anlage wurde ebenfalls Vogelgrippe nachgewiesen, der Virustyp war aber unklar. Zwei weitere Betriebe wurden auf Vogelgrippe untersucht.

Neuer Virus aus Asien

Das H5N8-Virus war Anfang November zuerst in einem Mastbetrieb für Truten im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern entdeckt worden, nachdem es zuvor ausschliesslich in Asien vorgekommen war. Eine Gefahr für Menschen besteht nach Behördenangaben nicht.

Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, kann für die Tiere tödlich sein. Bestimmte Stämme können auch bei Menschen eine Erkrankung auslösen.

Der Virustyp H5N1 tötete seit seinem ersten Auftreten im Jahr 2003 mehr als 400 Menschen, die meisten von ihnen in Südostasien. Mehr als 170 Menschen starben zudem seit dem vergangenen Jahr am Vogelgrippe-Virus H7N9.
(bert/sda)


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