SKI NORDISCH
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Nordische U23-Athleten an WM erfolgreich

Donnerstag, 15. März 2007 / 16:00 Uhr
aktualisiert: 16:19 Uhr

Grosserfolge für den Schweizer Langlauf-Nachwuchs: Dario Cologna (21) und Silvana Bucher (23) holten an den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften in Tarvisio (It) Gold über 15 respektive 10 km Skating.

Der Sieg von Silvana Bucher war eine grosse Überraschung. (Archivbild)

Bis am Donnerstag hatte nie ein Schweizer oder eine Schweizerin Langlauf-WM-Gold gewonnen - weder im Nachwuchs- noch im Elite-Bereich.

In Tarvisio schlugen der Münstertaler Dario Cologna und die Schüpfheimerin Silvana Bucher innert weniger Stunden mit zwei U23-Weltmeistertiteln gleich doppelt zu.

Curdin Perl als Fünfter und Doris Trachsel als Zehnte sorgten für weitere Schweizer Spitzenresultate.

Nachwuchs mit Potential

An seinem 21. Geburtstag vor fünf Tagen hatte sich Dario Cologna als jüngster Sieger in der Geschichte des Engadin Skimarathons feiern lassen, zuvor war er bereits Gesamtsieger im Continental Cup geworden.

Der Bündner, im Vorjahr schon WM-Dritter bei den Junioren, war nach bestandener Matura an den Stützpunkt Davos disloziert. Dort hat eine Gruppe junger Athleten zusammengefunden, die den Schweizer Langlauf in den nächsten Jahren prägen wird.

Toni Livers ist der erste ganz grosse Coup mit dem Weltcupsieg in Davos schon gelungen, Remo Fischer verfügt ebenso über einiges Potenzial. Viele Experten halten aber die U23-Läufer Cologna und Perl für die grössten Talente.

Überraschende Silvana Bucher

Während Cologna in Tarvisio viele auf der Rechnung hatten, stellte der Sieg von Silvana Bucher eine grössere Überraschung dar. Die 23-jährige Entlebucherin gewann Anfang Februar in Davos ihren ersten Weltcup-Punkt und gab in Sapporo als 25. über 10 km Skating ein ansprechendes WM-Debüt bei der Elite.

Bucher hat in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. Als Juniorin war sie an Weltmeisterschaften nie besser als 19., vor dieser Saison gehörte sie zwei Jahre keinem Swiss-Ski-Kader an. 2004 hatte Bucher ihren Lebensmittelpunkt nach Norwegen verlegt, wo sich Langlauf-Karriere und Studium weit besser unter einen Hut bringen lassen als in der Schweiz.

(bert/Si)